Fifty-Fifty

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Zum Projektstart im Herbst 2005 startete das fifty/fifty PLUS-Team eine Umfrage über das Energiesparen an Schulen. Der Fragebogen ist Link für Dateidownload folgthier verfügbar. Die ausführliche Auswertung Link für Dateidownload folgthier (ppt)


Ziel der Befragung


Die Befragung der Schulen, Kommunen und Externen zu Anreizsystemen zum Energiesparen hatte zum Ziel, die Ausrichtung des fifty/fifty PLUS Projektes festzulegen. Ergänzt wurde die Befragung durch die Ideenfindungsrunde der Experten/innen  (siehe Newsletter Nr. 1). Gefragt wurde nach den bisherige Aktivitäten, nach Ideen für das fifty/fifty PLUS Projekt und speziellen Wünschen zur Weiterentwicklung von fifty/fifty.


Ergebnisse


Insgesamt gingen 44 Antworten ein. Es haben sich wesentlich mehr Kommunen als Schulen an der Umfrage beteiligt.  


Besonders gut war die Beteiligung von Kommunen aus Nordrhein-Westfalen. Die einzigen Bundesländer, aus denen keine Antwort kam, waren Mecklenburg Vorpommern und das Saarland. 


Welches Anreizmodell wird am häufigsten genutzt?

Das übliche Prämienmodell ist noch immer fifty/fifty. Viele Kommunen fügen jedoch häufig noch einen dritten Teil hinzu (z.B. 40/40/20 o. ä.), damit Investitionen zum Energiesparen oder die Nutzung erneuerbarer Energiequellen an den Schulstandorten getätigt werden können. Oder damit externe Berater/innen das Projekt betreuen können.


So kommt es zu verschiedenen Möglichkeiten aus zwei bis drei Summanten 100% des eingesparten Geldes zu errechnen. Allerdings gibt es hierbei auch Kritik an der Umsetzbarkeit über viele Jahre hinweg, und der Art und Weise der Anpassung der Startwerte.


Schulen, die sich seit Jahren mit dem Energiesparen beschäftigen, können oftmals keine großen Einsparungen mehr erzielen. Um diesen Schulen noch Anreize bieten zu können wurden pädagogische Prämienmodelle eingeführt.


In den meisten Kommunen werden bisher nur im Schulbereich Anreizmodelle eingesetzt. Bei manchen greift das Modell auch bei Gebäuden von Sportvereinen, selten bei Verwaltungsgebäuden und in Kindertagesstätten.


Wer macht warum mit?

Geschätzt wird aber auch die Möglichkeit, mit diesem Projekt in die Öffentlichkeit zu gehen. Im Allgemeinen gilt fifty/fifty als ein Projekt, um das sich die Kommunen kümmern müssen. Es läuft nicht von selbst weiter, wenn es einmal angeschoben ist, sondern muss kontinuierlich weiter entwickelt werden.


Es sollten möglichst viele Zielgruppen in das Projekt einbezogen werden.


Hilfestellungen von außen sind wichtig. Dabei wird hauptsächlich an Daten und "Hardware" gedacht, die extern bereitgestellt werden sollten. Hauptsächlich Externe Umwelt- und Energieberater/innen und Verwaltungsangestellte von Kommunen sollten diese Hilfestellung geben.


Wer sträubt sich?

Als größtes Hindernis werden desinteressierte und überlastetete Lehrkräfte - auch aus den Antworten der engagierten Lehrkräfte - genannt.


Wer wird Promotor/in?

Zur fifty/fifty PLUS Kampagne werden vor allem die in der Schule Aktiven als mögliche Promotor/innen eingeschätzt (hier Lehrkräfte, Schüler/innen und Hausmeister/innen). Fast alle Befragten waren davon überzeugt, dass sich Jugendliche als Promotor/innen gut eignen würden.


Fazit für fifty/fifty PLUS

  • Aus der Befragung haben sich bereits interessante Kontakte für das Projekt ergeben. So konnten z.B. die Schulungskommunen ermittelt werden.
  • Wichtig ist, Kommunen bei den Schulkontakten zu unterstützen und Netzwerke zu schaffen, in denen verschiedene Anreizsysteme diskutiert werden können.
  • Jede Kommune muss ihren eigenen Weg gehen, sollte jedoch offen sein, umzudenken, wenn die Beteiligung zu gering ist.
  • Schulen brauchen für ihren Projekteinstieg mehr Unterstützung als ein existierendes Anreizsystem. Sie müssen kontinuierlich betreut werden.
  • Netzwerke und Promotor/innen sind für fifty/fifty PLUS unentbehrlich.
  • Die Hauptmotivation Energie zu sparen, ist hauptsächlich durch Umweltschutzaspekte und Geldersparnis geprägt.